Namen merken: Tricks für ein besseres Namensgedächtnis

Echt peinlich: Da trifft man jemanden in einem Seminar, im neuen Unternehmen, beim Einkaufen  – und so sehr man sich auch anstrengt: Die Hirnwindungen wollen partout nicht den Namen zum Gesicht herausgeben. Am Telefon genau das selbe: der Anrufer hat sich zwar gleich am Beginn vorgestellt, vielleicht hat man ihn sogar verstanden, aber schon nach wenigen Minuten ist er husch und weg. Wie war noch gleich der Name?

Klassischer Fall von schlechtem Namensgedächtnis. Was bleibt, ist ein peinlicher Auftritt begleitet von unsicherem Stammeln: „Wie war doch gleich Ihr Name?“. Irgendwie unprofessionell. Gibt es dazu keine Alternativen, Tipps oder Tricks, wie wir uns Namen merken können und das Namensgedächtnis trainieren? Doch, gibt es…

Wann Namen vor allem vergessen werden

  • Wenn Sie sich in einem wichtigen Kundengespräch oder in einer ungewohnten Umgebung befinden und aufgeregt sind. Durch die Nervosität kommt es schneller vor, dass Sie Namen vergessen, da Sie emotional aufgewühlter sind als im Normalfall.
  • Wenn Ihr Gegenüber eine leise Stimme hat, undeutlich spricht oder nuschelt. Das alles sind Faktoren, die es Ihnen erschweren, den Namen zu verstehen.
  • Wenn der Name Ihres Gegenübers so kompliziert ist, dass Sie ihn nach erstmaligem Hören nicht wiederholen könnten. Hier wird es wahrscheinlich zwei, drei Anläufe brauchen, bis Sie den Namen verstehen.
  • Doppelnamen oder „unangenehme“ Namen wie „Sauschädl“  oder besonders kurze Namen.
  • Wenn Sie von unterschiedlichen Sinneseindrücken abgelenkt werden.
  • Wenn Ihr Kopf mit anderen Dingen beschäftigt ist und Sie sich nicht auf die aktuelle Situation konzentrieren können.

Im Grunde genommen ist es bei dem Versuch, sich Namen zu merken, nicht anders als bei Telefonnummern: alles eine Frage des Trainings.

Am Telefon:

  • Notieren Sie reflexartig den Namen, den Sie verstanden haben in „Lautschrift“. Ob dieser ganz korrekt ist, ist noch nicht so wichtig.
  • Heben Sie das Telefon bereits konzentriert ab. Sprechen Sie nicht nebenbei mit einem Kollegen, während Sie abheben.
  • Nützen Sie technische Hilfsmittel: Verbinden Sie Ihr Telefon mit dem CRM-System bzw. Ihrer Kundendatenbank oder speichern Sie – so wie am Handy – wichtige Kunden-Telefonnummern mit Namen. Damit sehen Sie immer am Display wer gerade anruft. Wir haben bei uns in der Agentur die Herold Telefonbuch-App installiert. So sehen wir ebenfalls immer die Absender-Daten eines Anrufers.
  • Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie den Namen richtig verstanden haben, fragen Sie freundlich und kompetent nach: „Darf ich Sie nochmals um Ihren Namen bitten, ich habe Sie gerade akustisch nicht verstanden.“  Wenn Sie erst am Schluss fragen „Wie war nochmals Ihr Name?“ dann signalisieren Sie, dass Sie bisher am Anrufer gar nicht interessiert waren. Außerdem „ist“ der Name ja noch immer und nicht „war“.
  • Noch ein kleiner Trick, den ich gerne anwende, wenn ich mir nicht sicher bin, ob die Schreibweise stimmt: Ich biete Infos per E-Mail an und frage nach der persönlichen E-Mail Adresse, die wird dann meistens buchstabiert bzw. sehr deutlich genannt.

Im persönlichen Gespräch: 

Sagen Sie sich den neuen Namen laut vor, beispielsweise indem Sie nach der Vorstellung erwidern: Schön Sie kennenzulernen, Herr Mustermann. Reicht einmaliges Wiederholen nicht aus, wiederholen Sie den Namen in Gedanken immer wieder.

  • Notieren Sie sich in Gedanken den Namen. Stellen Sie sich ruhig vor, diesen auf ein Blatt Papier zu schreiben. Ihr motorisches Gedächtnis wird Ihnen helfen, sich an den Namen zu erinnern.
  • Achten Sie auf die körperlichen Merkmale Ihres Gegenübers. Hat er besonders große Ohren? Ein schiefes Lächeln? Auffallend blaue Augen?
  • Überlegen Sie sich ein imaginäres Bild für die Ihnen gegenüberstehende Person. Beispielsweise bei dem Namen Grünwald könnten Sie an einen grünen Nadel-Wald denken.
  • Britische Psychologen um Charlie D. Frowd haben erst kürzlich in ihren Untersuchungen zeigen können, dass das Gesicht, speziell die Augen, entscheidend sind, wenn es darum geht, sich einen Namen zu merken. Merkmale wie Haare, Frisur, Figur oder Kleidung hatten kaum einen Effekt. Deshalb: blicken Sie Ihrem Gesprächspartner tief in die Augen. Hinzu kommt: Frisuren und Moden wechseln, Gesichter altern, aber die Augen bleiben mehr oder weniger immer gleich. Wenn wir uns beim bewussten Memorieren von Namen zugleich auf die Augen konzentrieren, schenken wir unseren grauen Zellen eine verlässliche Konstante und weitere Synapse, die uns später den Namen umso leichter wieder einfallen lässt.

Unsere nächsten Seminartermine:

5*Service am Telefon – Intensivseminar                                   3. Dezember 2018
5*Service am Telefon                                                                    22. und 23 Jänner 2019
Anfrage – Angebot – Auftrag                                                        26. und 27. Februar 2019
Akquisestrategien im digitalen Zeitalter                                     27. und 28. März 2019