Es gibt lachende, zwinkernde, Grimassen schneidende und küssende, gelbe Smileys, Kängurus, Flamenco-Tänzerinnen, Melanzani, Tintenfische und Affenköpfe – die Emojis, die kleinen bunten Bilder, die wir in Chats und Textnachrichten gerne mitschicken, feiern heuer ihren 20. Geburtstag.

Ende der 1990er Jahre kritzelte der japanische Designer Shigetaka Kurita mit Bleistift kleine Bilder aufs Papier, er arbeitete für einen Telekomanbieter an lustigen Symbolbildern, die Teenagern das Schreiben von Textnachrichten schmackhafter machen sollten. Mittlerweile gibt es über 2800 Emojis und wir stoßen fast täglich darauf. Die Icons tauchen überall auf – in Texten mit Freunden und Familie, in Social-Media-Beiträgen und sogar im Kino. Aber darf man diese süßen, kleinen Dinger auch in Geschäfts-E-Mails verwenden? Der Gebrauch von Emojis ist seit ihrer Gründung stetig gestiegen. Für viele von uns sind sie mittlerweile ein normaler Bestandteil der digitalen Kommunikation.

Warum verwenden wir Emojis?

Die einfache Antwort: Wir wollen besser verstanden werden.
In der schriftlichen E-Mail-Kommunikation fehlen die emotionalen Hinweise, auf die wir uns bei persönlichen Gesprächen oder Telefongesprächen verlassen. Ohne Tonfall oder Gesichtsausdrücke, die uns anleiten, gibt es viel Raum für Missverständnisse, wenn wir eine E-Mail lesen. In der Diskussion um Emojis in der Unternehmenskommunikation gibt es klare Befürworter und Gegner – beide mit schlagkräftigen Argumenten rund um den Einsatz von Smileys wenn der Absender ein Unternehmen ist.

Vorteile der Nutzung von Emojis als Firma

Eines der stärksten Argumente für die Nutzung von Emojis in der Unternehmenskommunikation bleibt, dass die kleinen Symbole unbestreitbar nach wie vor „in“ sind. Kaum eine Unterhaltung zwischen Freunden – aber auch im Geschäft – funktioniert mehr ohne bildliche Unterstützung. Dass ein Bild mehr als tausend Worte sagt, weiß man schließlich. Mit Hilfe von Emojis kann klar vermittelt werden, wie eine Nachricht zu verstehen ist, wohingegen Nachrichten ohne Smiley-Unterstützung häufiger missverstanden werden können. Emojis helfen, den in der schriftlichen Kommunikation fehlenden Tonfall auszugleichen. Emojis haben außerdem einen hohen Wiedererkennungswert: Einige Brands, beispielsweise Starbucks, bieten mittlerweile eigene branded Emojis an. In der direkten Kommunikation mit Usern wirkt es häufig persönlicher, wenn ein oder zwei Emojis die Nachricht ergänzen – es entsteht eine Lockerheit im Dialog. Emojis erhöhen außerdem nachweislich die Interaktionsrate auf vielen Social-Media-Kanälen.

Nachteile der Verwendung von Emoticons als Unternehmen

Der Einsatz von Emojis sollte auf keinen Fall unüberlegt und inflationär erfolgen, da trotz der vielen Vorteile auch einige Tücken vorhanden sind. Gegner von Smileys in der Geschäftswelt betonen am häufigsten, dass deren Einsatz unprofessionell wirken kann. Das kann schon sein – es ist deshalb immer wichtig zu überlegen, ob Emojis überhaupt zum Unternehmen passen.

  • Welche Werte vertritt mein Unternehmen,
  • wie möchte ich wahrgenommen werden,
  • wen will ich ansprechen?

Wirkung und Sinn von Emojis

Über die Wirkung, den Sinn und Unsinn von Emojis in der Geschäftskorrespondenz scheiden sich die Geister. Ich persönlich freue mich, wenn ich ein Smiley in einem E-Mail sehe, vor allem, wenn es von Kunden oder Geschäftspartnern kommt. Denn die Geschäftskorrespondenz ist ohnehin für meinen Geschmack oft zu steif und distanziert.
Aber das ist meine persönliche Meinung. Was sagt die Wissenschaft dazu? Eine aktuelle Studie zweier deutscher Wissenschaftler, die an unterschiedlichen Lehrstühlen für Wirtschaftsinformatik und Betriebswirtschaft forschen, kommen zum Schluss, dass sich Emoticons grundsätzlich positiv auf die geschäftliche Mailkorrespondenz auswirken (Ernst & Huschens, 2018).

:-) und ;-) schwächen negative Botschaften ab – ohne die Wichtigkeit des Inhalts zu mindern. Im Experiment erhielten die Probanden eine kritisierende E-Mail – einmal mit und einmal ohne Emoticons. Der Einsatz von :-) und ;-) wirkte sich bei den Empfängern positiv auf die Wahrnehmung der Botschaft aus.

Diese waren sich zwar der Kritik bewusst, die an ihrer Arbeit geübt wurde, gleichzeitig fühlten sie sich auf der Beziehungsebene aber bestätigt.

À la: „Mit deiner Leistung bin ich diesmal zwar nicht zufrieden, aber an unserer guten Beziehung ändert sich deswegen nichts.“ Das Selbe gilt für die mit der Botschaft verbundene Selbstoffenbarung.

Der Empfänger nahm die Kritik wahr und auch ernst – interpretierte das :-) oder ;-) aber als Zeichen dafür, dass der Absender nicht verärgert oder zutiefst enttäuscht, sondern grundsätzlich in guter Stimmung ist. Zusammengefasst können sich :-) und ;-) in einer Geschäfts-E-Mail eignen, kritische Botschaften zu platzieren, ohne dem Empfänger ein unnötig stark negatives Gefühl zu vermitteln.

Spricht etwas gegen den Einsatz von Emojis in Geschäfts-E-Mails?

Natürlich kann man es nicht jedem Recht machen. Als Gegenargument muss man folgende drei Punkte gelten lassen:

  1. Die Interpretation von Emojis ist nicht universell.  
    Bei den simplen :-) und :-( Smileys mag das Verständnis noch relativ einheitlich sein. Denken Sie aber mal an das breite Spektrum an Emojis, das Ihnen auf Facebook oder WhatsApp oder sonstigen Messengern (die auch für Geschäftszwecke eingesetzt werden) zur Verfügung steht. Ein grinsender Smiley, dem Tränen aus den Augen strömen, kann sich köstlich amüsieren – dem Empfänger wohlgesinnt, oder aber auch aus Schadenfreude. Weinen ist sowieso heikel; denn es kann sowohl aus Trauer als auch vor Freude geschehen.
  2. Emojis können Ihre Kompetenz untergraben.  
    Je nach Empfänger wird eine traditionelle Geschäftskorrespondenz erwartet. Emojis können unprofessionell wirken, weil diese die kleinen Kerle und das Prinzip des Gefühle-Ausdrückens schlicht und einfach nicht kennen oder halt nicht mögen.
  3. Keine Situation ist gleich! 
    Wie die Emojis ankommen, hängt stark von der Situation, dem Umfeld, der Kultur und vor allem auch der Beziehung ab, die Sie mit Ihren Gesprächspartnern pflegen.

Ich für mich verwende Emojis auch deshalb gerne, weil ich bevorzugt herzlich, offen und emotional mit meinen Kunden kommuniziere. Insbesondere dann, wenn der Kunde vielleicht noch distanziert ist, oder generell eher ein „spaßbefreiter“ Typ ist. Denn diese Menschen sind es kaum gewöhnt, dass ihnen trotzdem jemand herzlich, entspannt gegenüber auftritt.

Wenn man sich für die Verwendung von den kleinen Bildchen entscheidet, sollte man sich auf jeden Fall an folgende drei, sich einfach zu merkenden Regeln halten:

  1. Emojis ersetzen Wörter nicht, sondern ergänzen die Nachricht. Setzen Sie Emojis sparsam, gezielt und überlegt ein.
  2. Überlegen Sie sich gut, ob Sie die Bedeutung des Emojis kennen, bevor Sie es verwenden.
  3. Bleiben Sie informiert. Welche Emojis am beliebtesten sind, bleibt nicht konstant. Es lohnt sich – auch um einen Fauxpas zu vermeiden – den Emoji-Trends aktiv zu folgen. Je nach Jahreszeit, Feiertagen usw. bieten sich unterschiedliche Smileys an.

Kreativer Einsatz von Emojis in der Unternehmenskommunikation

Während Emojis ganz klassisch beispielsweise in Facebook Statusanzeigen oder privaten Nachrichten verwendet werden, gibt es auch viele weitere Möglichkeiten. E-Mails mit Emojis im Betreff werden beispielsweise häufiger geöffnet.
Was ist Ihr Standpunkt bezüglich Emojis in der Unternehmenskommunikation – sind Sie offen dafür oder strikt dagegen? Was sind Ihre Erfahrungen und Bedenken?

Ein Tipp noch: Selbst in Situationen, in denen die Verwendung von Emojis in Ordnung ist, ist es immer noch am besten, sich von ungewöhnlichen, mehrdeutigen oder anstößigen Emojis fernzuhalten. Bleiben Sie bei den gängigen und allgemein verständlichen Bildchen und übertreiben Sie es nicht – weniger ist wie so oft mehr.

Gibt es den perfekten Zeitpunkt für Akquise-Gespräche überhaupt?

Sind bestimmte Stunden des Tages besser geeignet um Entscheider zu erreichen als andere?
Welches sind die besten Wochentage für erfolgreiche Telefonakquise?

Diese Fragen bekomme ich bei meinen Telefontrainings häufig gestellt. Ganz ehrlich, die Antworten auf diese Fragen sind erstens unwichtig und zweitens, kann es darauf keine seriöse Antwort geben. Ich habe unlängst eine Studie gelesen, die aber genau das herausgefunden haben will.

Donnerstag ist der beste Tag für Kaltakquise sagt Dr. Oldroyd!

Dr. James Oldroyd von der Kellogg School of Management hat die elektronischen Daten von mehr als 1 Million Kaltakquiseanrufe ausgewertet. Die Akquise wurde von mehreren 1.000 Verkaufsprofis aus 50 unterschiedlichen Unternehmen durchgeführt.

Die Ergebnisse sprechen nach Oldroyd eine deutliche Sprache: Der beste Tag für die Kaltakquise:

  • Donnerstag ist der mit Abstand beste Tag für die Kaltakquise.
  • Freitag ist der schlechteste Tag für die Kaltakquise – fast 20 % schlechter im Vergleich zu Donnerstag.
  • Die beste Zeit für die Kaltakquise ist: von 8:00 Uhr bis 9:00 Uhr vormittags, von 16:00 Uhr bis 17:00 Uhr nachmittags.
  • Zwischen 8:00 Uhr und 9:00 Uhr anzurufen ist um 164 % besser als direkt nach dem Mittag.

Was ist von diesen Studienergebnissen zu halten?

Ich finde die Ergebnisse äußerst interessant. Allerdings ist dazu zu sagen, dass diese Ergebnisse aus dem amerikanischen Wirtschaftsbereich stammen. Zudem geht es dabei um Erfolgsquoten und nicht um Erreichbarkeitsquoten. Wenn wir über Erfolgsquoten sprechen, dann spielen da natürlich neben der Erreichbarkeit der Entscheider viele andere Faktoren eine ausschlaggebende Rolle. Entscheidend ist zum Beispiel die Qualität des Akquisiteurs. Was genau sagt er am Telefon? Wie ist er gerade selber drauf? Stellen Sie sich nur mal vor, Sie würden diese Studie ernst nehmen: Dann würden Sie natürlich nur zu diesen Zeiten telefonieren und damit eine selbsterfüllende Prophezeiung auslösen.

Ich kann Ihnen aus 25 Jahren Telefon-Akquise-Praxis sagen, es spielt keine Rolle, wann Sie anrufen. Wer sich damit beschäftigt, sucht in aller Regel nur eine Ausrede, gerade jetzt nicht telefonieren zu müssen. So und jetzt komme ich wieder zurück zu meiner Kernaussage: Die beste Akquise-Zeit ist zwischen 18:00 und 22:00 Uhr.

Klingt irgendwie komisch – vor allem, wenn man im B2B Bereich unterwegs ist. Lassen Sie es mich kurz erklären …

Ich komme meist um 18:00 Uhr nach Hause, dann mache ich entweder kurz Hausarbeit, Abendessen oder absolviere mein Sportprogramm. Um ca. 19:00 Uhr setze ich mich dann zum Fernseher und entspanne, um 20:00 Uhr – nach der ZIB, drehe ich oft noch den PC auf, oder am Sofa mein iPad. Dann schaue ich mir an, wer in letzter Zeit meine Webseite besucht hat. Da entdecke ich viele „Altkunden“, die ich schon länger nicht kontaktiert habe, die sich aber über bestimmte Leistungen informiert haben. Ich sehe auch Mitbewerber, die „spionieren“ kommen und verschiedene Interessenten, die ich noch nicht kenne. Die sind besonders spannend. Diese qualifiziere ich mit einer kurzen Internet-Recherche: Passen sie zu mir? Was bieten sie an? Wie groß ist die Firma = wie hoch ist das Potential? Wo gibt es Synergien? Und dann beginnt die Akquise …

Ich suche mir die richtigen Ansprechpartner auf Xing, LinkedIn oder auf der Webseite und schreibe diese an. Meine E-Mails sind dabei kurz und knackig. Ich baue gerne eine Frage ein z.B. „Wollen wir mal darüber sprechen?“ oder „Sind Sie morgen telefonisch erreichbar?“

Wichtig ist bei diesen E-Mails, dass sie nicht zu „werbetechnisch“ formuliert sind oder zu schwammig, sodass der Andere nicht weiß, worum es geht. Ich bin gerne direkt. Wer kein Interesse hat, soll es ruhig sagen, ich kann mit Absagen gut umgehen.

Der Vorteil meiner – meist abendlichen – Akquisetätigkeit ist, dass ich ganz entspannt – vielleicht sogar mit einem Gläschen Prosecco – an die Sache herangehe und, dass das Erreichbarkeitsrisiko geringer ist. Außerdem habe ich nicht die Sorge, meinen Leser gerade bei irgendetwas zu stören, denn der Leser entscheidet, wann und ob er mein E-Mail liest. Wenn ich dann den ersten telefonischen, persönlichen Kontakt aufnehme, ist dieser bereits „vorgewarnt“ und interessiert. Was natürlich nicht bedeutet, dass ich ohne Gesprächsleitfaden antanze. Ich habe auch vor diesen Gesprächen noch den nötigen Respekt und bereite mich gut darauf vor.

„Schräge“ Telefonzeiten nützen – dann akquirieren, wenn es die Anderen nicht tun.

Während viele ein langes Wochenende zur Entspannung nutzen, nutzt der zielorientierte Verkäufer seine Chance, an Brückentagen den Entscheider im Büro zu erreichen. Denn wahrscheinlich ist dessen Sekretärin genau auf die gleiche Idee gekommen wie viele andere auch. Unternehmer denken aber häufig anders. Die Chance, dass ein Entscheider an einem Brückentag ans Telefon geht ist groß.

Das Gleiche gilt natürlich auch für alle Zeiten, die von anderen als sogenannte schlechte Zeiten gebrandmarkt sind. Alle Arten von Urlaubszeiten: Pfingsten, Sommerferien, Winterferien, Herbstferien. Wir haben in der Agentur oft noch sehr gute Akquiserfolge in den drei Tagen vor Weihnachten. Da ist nämlich keiner mehr da, außer den Entscheidern.

Und wenn Sie immer wieder an der Sekretärin des Entscheiders scheitern: Was spricht dagegen zu einer Zeit anzurufen, zu der noch keine normale Sekretärin anwesend ist, oder bereits wieder im Feierabend verschwunden ist? Gar Nichts.

Um es auf den Punkt zu bringen: Ich glaube grundsätzlich, dass die beste Akquise-Zeit ganz von der eigenen Einstellung abhängt. Wenn Sie gerne vormittags akquirieren, dann werden Sie das auch erfolgreich machen. Wenn Sie lieber, so wie ich, nachmittags oder sogar abends akquirieren, dann werden Sie auch eine Möglichkeit finden, dies mit Erfolg zu machen – mit anderen Mitteln halt. Auch die Entscheidung, ob schriftlich oder telefonisch besser ist, müssen Sie treffen. Mit dem richtigen Einsatz werden Sie so oder so, Ihre Ziele erreichen und von nix kommt bekanntlich auch nix.

Lernen Sie, entspannt zu akquirieren

Erfahren Sie in meinem Seminar „Akquise-Strategien im digitalen Zeitalter“, wie Sie zusätzlich zum Telefon auch moderne Medien aktiv einsetzen, wie Sie gute Texte schreiben und ein gutes Drehbuch entwickeln. Das Ergebnis: deutlich mehr Erfolg bei der Neukundengewinnung. Garantiert.

 

Es war noch nie so bequem, neue Kunden anzusprechen. Vom Schreibtisch aus – ganz ohne Auto.

Wenn sich Außendienstmitarbeiter früher trafen, wurde oft damit angegeben, wer mehr Kilometer mit dem Auto zurücklegt. 40.000, 60.000 ja bis zu 80.000 km jährlich hörte man da. Ich muss gestehen, ich war nicht viel anders und stolz mit ca. 30.000 jährlichen Kilometern dabei. Viele Außendienst-Termine im Kalender, das war das Maß der Vertriebssteuerung. Aber stimmt das noch? Ich finde: Nein. Was noch stimmt ist, dass die Menge der Kontakte sehr wohl davon abhängt, wie viele Abschlüsse man tätigt. Die großen Online-Portale waren an dieser Entwicklung sicher nicht unschuldig. Konsumenten gewöhnen sich immer mehr daran, sich Informationen selber zu beschaffen und viele schätzen es sogar, nicht von – leider allzu oft aufdringlichen – Verkäufern genervt zu werden.

Heute fahre ich jährlich gerademal 10.000 km und die meisten Termine sind entweder bei mir im Haus oder erledige ich telefonisch. Vor allem Trainings-Kunden wollen verständlicherweise den Trainer vorher – zumindest einmal – persönlich kennenlernen, das ist legitim. Aber für einen Neukundentermin mehr als 500 km (hin und retour) zurückzulegen, das geht mir zu weit. Das erledige ich mittlerweile aber via Skype-Anruf und das funktioniert gut. Klar ist, dass ich damit nicht jeden Kunden gewinne, aber tue ich im Außendienst ja auch nicht. Schon seit Jahren sind einige Unternehmen dabei das Kleinkunden-Management komplett ohne Außendienst aufzustellen.

Drei Gründe, warum der Vertrieb nicht in sein geliebtes Auto steigen und zum Kunden fahren sollte:

1. Grundsätzlich muss Vertrieb nicht zwingend im Außendienst stattfinden. Durch die Einsparung der Fahrzeit sind Vertriebler spürbar produktiver, wenn Sie proaktive Vertriebsarbeit am Schreibtisch leisten.

2. Kunden legen keinen Wert auf Besuchstermine, die nicht wirklich notwendig sind – und wirklich notwendige Besuche kann man an einer Hand abzählen.

3. Wenn Anfragen schon im Vorfeld telefonisch oder schriftlich gut qualifiziert werden, erübrigen sich unnötige Besuchstermine.


Vertrieb läuft heute anders 

Dass Vertrieb früher vor Ort beim Kunden passiert ist, war damals viel mehr nötig als heute. Denken wir nur mal 30 Jahre zurück. Da gab es gerade die ersten Autotelefone und das Faxgerät etablierte sich erst. Das Internet steckte noch in den Kinderschuhen und Kunden waren noch angewiesen auf die Infos der Außendienstmitarbeiter, die zu Besuch kamen.
Und heute? Wie viele Faxe bekommen wir heute noch? Wir erhalten Infos via E-Mail als Newsletter, Instant-Messaging Dienste lösen immer mehr das Handy ab, Livechat und Webinare bringen den Verkäufer via Bildschirm ins Büro. Wir erfahren über Xing und LinkedIn sofort, wenn jemand den Job gewechselt hat können mit einem Mouse-Click zum neuen Job gratulieren oder nachlesen, welche Interessen der potentielle Kunde hat.

Bereits 2025 – also in 6 Jahren werden ca. 75% der Beschäftigten aus der Generation Digital Natives stammen.

Und darauf werden wir uns im Vertrieb einstellen müssen. Wie gehen Sie beispielsweise vor, wenn Sie etwas beschaffen? Neue IT, Software, Telefon-Anlage, Maschinen, Bürostühle Marketing-Dienstleistungen. Sie wollen das Ganze schnell und möglichst einfach abwickeln. Zuerst werden Sie sich wahrscheinlich im Internet mal informieren. Was gibt es Aktuelles am Markt? Wer bietet was an? Welche Preise werden gehandelt? Wo gibt es weiterführende Infos? Sie möchten vielleicht in dieser Phase noch gar keinen persönlichen Besuch, sind aber dankbar für wertvolle Informationen. Bis zu 2/3 der Investitionsentscheidungen im B2B-Segment starten mittlerweile mit einer Recherche im Netz. Eine attraktive Webseite ist deshalb unerlässlich und Prio 1. Sie sollte nicht nur schön sein, sondern auch verkaufen – also moderne Techniken integrieren. Ihr Vertriebsinnendienst ist dann gefordert – er ist sozusagen der verlängerte Arm Ihrer Webseite und muss schnellstmöglich auf eingehende Anfragen antworten bzw. interagieren.  Untersuchungen belegen,  dass 50% der von potenziellen Kunden gestellten Anfragen an den Anbieter gehen, der als Erster reagiert hat. Über ein persönliches Gespräch freuen Sie sich erst, wenn der Entscheidungsprozess fortgeschritten ist und Sie Ihre Short List erstellt haben. Bis dahin genügen Ihnen Kontakte per E-Mail, Telefon und ggf. per Web-Meeting.Was heißt das jetzt für einen modernen Verkäufer? Er muss diese neuen Medien auch richtig nützen können und zwar nicht nur technisch, sondern vor allem auch kommunikativ. Das Verfassen guter  E-Mail Texte gewinnt an Bedeutung. Erst, wenn die Notwendigkeit für ein Gespräch beim Kunden vor Ort identifiziert wird, macht der Termin Sinn.

Erstkontakt über das soziale Netzwerk
Eine Unternehmensseite, die Ihre Firma bei Xing, LinkedIn oder Facebook repräsentiert, ist der Grundpfeiler der Kundengewinnung über diese Netzwerke. Je mehr Informationen Sie auf Ihrer Seite zur Verfügung stellen, desto besser können sich potenzielle Kunden ein Bild von Ihnen machen. Denn Ihre Social-Media-Seiten sind oftmals der erste Berührungspunkt, den Interessenten mit Ihrem Unternehmen haben. Sie bestimmen, ob sich ein Nutzer genauer mit Ihnen auseinandersetzt und Sie lang- oder kurzfristig betrachtet, als Geschäftspartner infrage kommen. Hinterlassen Sie also einen guten und kompetenten ersten Eindruck. Wie auch bei Ihrer Website ist ein Impressum Pflicht. Achten Sie zusätzlich darauf, dass alle Angaben auf Ihrer Info-Seite vollständig und aktuell sind. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Anschrift
  • Telefonnummer
  • E-Mail-Adresse
  • Webseite
  • Öffnungszeiten
  • Branche
  • Spezialisierung
  • USP (was macht Sie einzigartig?)

Checkliste für Ihre Social Media Strategie:

  • Definieren Sie die Ziele, die Sie durch Ihre Social Media Aktivitäten erreichen wollen
  • Bestimmen Sie Ihre Zielgruppe und Wettbewerber
  • Legen Sie relevante Inhalte mit Mehrwert fest und verwalten Sie diese in einem Content- und Redaktionsplan
  • Wählen Sie die relevanten Plattformen für Ihren Social Media Auftritt
  • Bestimmen Sie Ihre monetären, personellen und zeitlichen Ressourcen
  • Pflegen Sie Ihre Social Media Accounts
  • Kontrollieren Sie Ihre Ergebnisse durch Monitoring und passen Sie Ihre Strategie bzw. Aktivitäten an

So nützen Sie Social Media Kontakte für die Akquise

Die wichtigsten Aspekte, die Sie in der Kontaktaufnahme beachten sollten:

1. Im Gegenüber einen echten Menschen sehen, kein Akquise-Opfer.

2. Persönlich, konkret und sympathisch texten.

3. Vorbereitet sein: Inhalte vom Profil des Empfängers als Einstieg nützen.

4. Auf Worthülsen und Werbesprache verzichten.

5. Nutzen aus Kontakt ableiten (Newsletter, interessanter Blog Artikel …

 

Ein gelungenes Text-Beispiel:

Hallo Frau Wagner,

Ihrer Aussage „Webseiten müssen nicht nur schön sein, sondern auch verkaufen“ kann ich nur zustimmen. Als Anbieter für …  haben wir vor einiger Zeit einen Blog gestartet, in dem wir neben Tipps und Tricks zur Neukunden-Gewinnung auch Best-Practice-Beispiele von außergewöhnlichen Aktionen vorstellen. Hier könnte der Beitrag … für Sie besonders interessant sein. Lassen Sie uns doch einmal telefonieren, um über Möglichkeiten einer Zusammenarbeit zu sprechen. Wenn Sie mich schon jetzt als Kontakt bestätigen, freue ich mich natürlich auch :-)

Beste Grüße nach Melk

Natürlich lässt sich immer darüber streiten, ob dieser oder jener Satz genau so formuliert sein sollte oder ob es auch anders ginge. Das beginnt schon bei der Anrede. Ich verwende gerne „Hallo“ in der Anrede. Eine Anrede mit „Sehr geehrte Damen und Herren“ finde ich bei einem persönlichen XING- oder Facebook-Profil (bei dem mein Name sich nur schwer verheimlichen lässt) schon ziemlich merkwürdig. Mit geht es bei dem Text schon mehr um eine Grundhaltung. Hat sich der Absender mit meinem Profil befasst oder will mich dieser nur mit einer plumpen Masche anbaggern.
„Ihre“ ist das erste Wort – es geht um den Adressaten, nicht um den Verkäufer. Ein direkter Bezug zum XING-Profil ist schnell hergestellt (einfacher geht es doch heute gar nicht mehr!) und die persönliche Vorstellung (Anbieter für …) ist mit einem Mehrwert verbunden. Best-Practice-Beispiele sind für jeden spannend, vor allem wenn ein passender Beitrag direkt verlinkt ist. Der Abschluss ist sympathisch, offen und trotzdem handlungsorientiert – Fachleute nennen dies „Call to Action“ und erzielen durch die Strategie des nächsten Schritts eine viel bessere Rücklaufquote.

Noch ein Tipp zum Schluss:

Viele lesen meine  Tipps und nehmen sich dann vor, dass irgendwann einmal umzusetzen, wenden sich aber gleich dem nächsten Thema zu. Das echte Geheimnis in der Akquise liegt im TUN und in der KONSEQUENZ. Und denken Sie immer daran: XING, LinkedIN, Facebook & Co.  gibt es bereits, ob Sie es nützen oder nicht, andere tun es. Machen Sie es auch und besser.

Wenn Sie wirklich in der Akquise den Turbo zünden wollen, besuchen Sie doch mein Seminar “Akquisestrategien im digitalen Zeitalter”27. und 28. März St. Pölten.

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Viel zu viele Angebote verbleiben mit freundlichen Grüßen und werden nicht nachgefasst. Obwohl diese Angebote mitunter viel Zeit gekostet haben. Das ist ein großer Fehler. Paul Watzlawick hat es so schön ausgedrückt: Man kann nicht nicht kommunizieren. Wenn Sie nicht mehr melden, nachdem Sie das Angebot geschickt haben, ist das ein eindeutige Botschaft: der Auftrag interessiert Sie nicht die Bohne.

 

Warum werden Angebote so selten nachgefasst? Meine Erfahrung als Verkaufstrainerin hat mir gezeigt, dass viele Verkäufer Angst davor haben  oder einfach zu faul sind. Keiner der beiden Gründe ist schmeichelhaft, ich weiß. Bei Ihnen ist das anders meinen Sie? Sie haben einfach keine Zeit dazu? Machen Sie sich doch nichts vor. Sie haben sich ja auch die Zeit genommen das Angebot zu schreiben. Es wäre doch eine Fehlinvestition, wenn Sie nicht alles daransetzen würden, dass mindestens 70 % dieser Angebote auch zu einem Auftrag führen.

Warum Angst davor haben, der Kunde beißt ja nicht. Angst haben viele vor dem „Nein“. Da trösten wir uns lieber, mit einer vollen Pipeline an Angeboten und hoffen darauf, dass der Kunde von selber kommt. Der innere Schweinehund unterstützt dieses Vorhaben mit aller Kraft und suggeriert uns, dass der Zeitpunkt schlecht ist und man schließlich nicht aufdringlich sein möchte. Aha.

 

5 wirkungsvolle Tipps für das Nachfassen von Angeboten.

1. Sagen Sie dem Kunden ungefragt, bis wann er das Angebot erhält und setzen Sie sich selber nicht unter Druck dabei: „Frau Kundin, wenn ich Ihnen das Angebot bis …. maile, passt das für Sie?“ Bauen Sie einen Puffer ein und überraschen Sie mit einer schnelleren Zustellung.

2. Vereinbaren Sie gleich bei der Anfrage einen Anruftermin, um das Angebot zu besprechen: „Ich melde mich dann gerne am … bei Ihnen, damit wir das Angebot kurz besprechen.“

3. Schreiben Sie diesen Termin auch in das E-Mail an die Kundin: „Wie vereinbart telefonieren wir wieder nächste Woche“. Damit haben Sie sich einen optimalen Einstieg für das Telefonat geschaffen.

4. Tragen Sie sich diesen Termin in Ihren Terminkalender ein und halten Sie sich zuverlässig daran.

5. Bereiten Sie sich auf das Gespräch optimal vor: Einstiegsformulierungen, Infos, die Sie geben möchten und Fragen, die Sie stellen können.

 

Diese Fragen sollten Sie vermeiden: Weiterlesen

MEHR LEADS IN DER KUNDENAKQUISE

Angenommen, ich würde Ihnen anbieten Ihre alte Homepage neu zu gestalten, nachdem Sie den Auftrag erst kürzlich vergeben haben – Sie würden mich sicher abblitzen lassen. Hätte ich Ihnen mein Angebot zwei Wochen früher gemacht, hätte ich gute Chancen gehabt den Auftrag zu erhalten.

Der richtige Zeitpunkt, wann wir als Verkäufer, beim Kunden aufschlagen ist entscheidend. Wenn Sie einen potenziellen Kunden ansprechen, nachdem er sich für eine Mitbewerberlösung entschieden hat, sind Ihre Chancen gleich Null. Schaffen Sie es jedoch als Erster bei einem potenziellen Kundenpräsent zu sein – und dies am besten noch bevor er sich aktiv auf die Recherche nach möglichen Anbietern gemacht hat – steigen Ihre Chancen auf einen Abschluss signifikant an.

Beschäftigt sich der Kunde gerade mit diesen Themen, sind die Themen generell relevant für ihn? Der richtige Zeitpunkt hängt oft mit bestimmten Ereignissen zusammen.

Das alles unterstreicht deutlich, wie wichtig der richtige Zeitpunkt in der Neukundenakquise ist. Klingt logisch, fragt sich nur, wie findet man den richtigen Zeitpunkt heraus? Tja, das war im Zeitalter der Digitalisierung noch nie einfacher.

Lesen Sie hier Statistiken, die deutlich unterstreichen, wie wichtig der richtige Zeitpunkt ist
13 spannende Micro-Moments als Gesprächsaufhänger

Wer hat sich erst kürzlich auf Ihrer Homepage über bestimmte Angebote informiert? Micro-Moments ermöglichen Ihnen, Interessenten ganz individuell anzusprechen. Diese Kontakte bringen weit mehr als herkömmliche Massen-Mailings und verursachen wenig Aufwand. Voraussetzung ist, dass CRM (Customer Relationship Management) System, Web Analytics, automatisierte Workflows, Lead Generierung und Lead Nurturing und die gute alte – Telefonakquise zusammenspielen.

Nutzen Sie Ihre Webseite als Vertriebskanal

Mit unserem Analyse-Tool “Telenova Lead-Magnet” können wir
automatisiert die Top-Interessenten aus Ihren Webseiten-Besuchern ermitteln und Ihnen Firmenname, Adresse und Profil-Daten der Unternehmen, sowie das komplette Besuchsverhalten liefern. Auf Wunsch kontaktieren wir aussichtsreiche Interessenten und vereinbaren für Sie qualifizierte Besuchstermine.

Sie glauben es nicht? Schicken Sie uns ein E-Mail und wir richten Ihnen das Analysetool kostenlos für einen Monat ein. Danach präsentieren wir Ihnen das Ergebnis. So funktioniert Akquise schmerzlos.

Ob PR-Text, Firmenvorstellung oder Newsletter:
der wichtigste Ausgangspunkt ist eine gute Geschichte.
Kunden lassen sich nicht mehr mit plakativen Werbebotschaften überzeugen. Sie sind dank sozialer Medien informierter, anspruchsvoller und kritischer denn je. Heute müssen wir Kunden mit guten Geschichten überzeugen. Storytelling vermittelt Werte und Visionen und schafft Aufmerksamkeit und Glaubwürdigkeit. Marken wie Red Bull, Coca Cola, Dove oder Apple machen es vor. Der Werbeclick “Lost Dog” von Budweiser ist ein gelungenes Beispiel.

 

9 Todsünden am Telefon

1. Langes Warten, nervige Warteschleifenmusik und -ansagen
Wenn Sie Anrufer schon vor dem ersten Satz verärgern wollen, dann gelingt Ihnen das wunderbar, indem Sie diese lange warten lassen und sie mit nerviger Musik und nichtssagenden Texten abspeisen. Musik ist natürlich Geschmacksache. Aber der Anrufer ruft nun mal nicht an, weil er Musik hören möchte. Organisieren Sie das Telefon so, dass 90 % aller Anrufe nach spätestens 5 Mal Läuten angenommen werden. Sollte es mal länger dauern: Entschuldigen Sie sich für die Wartezeit oder bedanken Sie sich für die Geduld des Anrufers.

2. Auf der Tastatur tippen – unaufmerksam sein
Sie glauben, Ihr Gegenüber hört es nicht? Weit gefehlt. Nicht nur, dass Ihr Kunde jedes einzelne Tastendrücken im Telefonhörer wahrnimmt, so ist ein konzentriertes Telefonat unter diesen Umständen kaum möglich. Volle Aufmerksamkeit statt Multitasking lautet die Devise. Eine Ausnahme ist natürlich, wenn Sie für den Kunden aktiv etwas am Computer nachschauen möchten. Wenn Sie beispielsweise die Kunden-Nummer oder eine Artikel-Nummer eingeben: “Kleinen Moment, ich schaue sofort im System nach”. Ersetzen Sie dem Anrufer sozusagen die Augen. Apropos Multitasking: Multitasking ist eine wunderbare Möglichkeit mehrere Dinge gleichzeitig zu vergeigen ;-)

3. Auf Verdacht weiterverbinden
Oft hat man noch gar nicht fertig gesprochen, da hört man schon das knappe „ich verbinde“.  Zu wem und warum? Fehlanzeige, keine Zeit für so viel Service. Natürlich wird das Gespräch auch dem Kollegen nicht angekündigt. Irgendjemand wird schon abheben. So passiert es dann oft, dass Gespräche im Kreis laufen und Anrufer x-mal ihr Anliegen formulieren müssen.
Achten Sie beim Weiterverbinden auf ein positives Wording. Vermeiden Sie Aussagen wie „da kann ich Sie nur in die Service-Abteilung verbinden“ oder „ich kenne mich da selber nicht aus“.
Besser: „Frau/Herr XY ist genau die/der richtige Ansprechpartner/in für Ihr Anliegen. Ich kann Sie gerne zu ihr weiterverbinden“. Legen Sie danach nicht einfach kommentarlos auf, sondern verabschieden Sie sich freundlich mit „Danke für Ihren Anruf“, bevor Sie das Gespräch übergeben.

4. Kollegen heben nicht ab oder nur sehr langsam
Nur kein Stress, denken viele Kollegen und lassen es mehrfach läuten, obwohl sie frei sind. Wenn die Vermittlung oder ein Kollege verbindet, dann hat der Anrufer ohnehin schon etwas gewartet. Jetzt sollte seine Geduld nicht weiter strapaziert werden. Nein – man muss es nicht 2 x läuten lassen, um möglichst geschäftig rüberzukommen. Und ja: man darf auch beim zweiten Mal Läuten abheben.

5. “Rufen Sie später wieder an”
Diese Aussage ist das Allerletzte das man einem Kunden sagen sollte. Geht echt gar nicht. Außer Sie wollen, dass dieser sich anderweitig umsieht. Wenn Sie einen guten Telefon-Service anbieten wollen, dann bieten Sie aktiv Rückrufe an. „Gerne kann ich Sie am Nachmittag zurückrufen, da kann ich Ihnen schon mehr darüber sagen“.  Für Sie hat es außerdem den Vorteil, dass Sie die Zeit selber planen können.

6. Den Kunden beim falschen Namen nennen
Jeder Servicemitarbeiter weiß: Die persönliche Anrede Ihres Kunden drückt Wertschätzung aus. Das kann allerdings schnell nach hinten losgehen, wenn man den falschen Namen oder gar die falsche Anrede nennt. Hier bleibt Ihnen nur zu wünschen, dass Ihr Gegenüber auf der anderen Seite der Telefonleitung ein bisschen Spaß versteht. Wenn Sie Namen nicht richtig verstehen: fragen Sie nach und schreiben Sie mit.

7. Beratungsgespräche im Auto
Die Liste an Orten, an denen Sie keine wichtigen Telefongespräche führen sollten, ist lang. Ein sehr beliebter und ungünstiger Ort: das Auto. Wenn sich Motorgeräusche, Verkehrslärm und Hupen in ein heikles Telefonat mischen, so zeugt das nicht gerade von größter Professionalität. Gegen kurze Telefonate beim Autofahren ist nichts einzuwenden, wenn es jedoch um längere Beratungsgespräche oder gar Beschwerden geht, schenken Sie Ihrem Kunden die volle Aufmerksamkeit – ganz ohne Nebenbeschäftigung und Geräuschkulisse oder parken Sie das Auto auf einem Parkplatz.

8. Klassische Negativ-Formulierungen

Mein Kollege ist leider nicht da. Ich kann Sie gerne zu Herrn/Frau … verbinden oder einen Rückruf anbieten.
Da müsste ich nachfragen … Ich frage gerne für Sie nach.
Wie war noch Ihr Name? Darf ich Sie nochmals um Ihren Namen bitten.
Wir sind heute nur bis 16:00 Uhr da. Sie erreichen uns heute bis 16:00 Uhr.
Das weiß ich nicht. Ich mache mich für Sie schlau.

9. Sich verleugnen lassen, Hörer zuhalten
„Sagen Sie ich bin nicht da“, hörte ich unlängst von einer Sekretärin, die nur notdürftig das Micro zugehalten hat. Das bringt nichts. Machen Sie klare Ansagen. Wenn Sie zum Beispiel mit einem „lästigen“ Verkäufer nicht mehr sprechen wollen, lassen Sie ausrichten, dass Sie kein Interesse an seinem Angebot haben oder sagen Sie es am besten selber: „Danke, dass Sie nochmals anrufen, aber ich bin in diesem Bereich bereits bestens versorgt.

Der Online-Vertrieb gewinnt auch im B2B-Geschäft stark an Bedeutung

Eine neue Studie von ibi research zeigt aktuelle Entwicklungstendenzen im deutschsprachigen B2B-Geschäft auf. Die Marktforscher von ibi research von der UNI Regensburg, haben in einer Expertenbefragung das Online-Einkaufsverhalten von Unternehmen im B2B-Geschäft genauer analysiert.

Über 74 % der von den Wissenschaftlern befragten Unternehmen und deren Einkäufern rechnen heute bereits damit, dass bis zum Jahr 2025 fast 50 % der B2B-Einkäufe über Online-Marktplätze erfolgen wird. Die wichtigsten Gründe für einen Online-Einkauf liegen darin, dass diese schnell und vor allem einfach abgewickelt werden können. Weitere Gründe sind, zu sehen, ob ein Produkt verfügbar ist (87 %), sowie die grundsätzliche Digitalisierung der Einkaufsprozesse (86 %). Durch den Online-Kauf einen günstigeren Preis zu erzielen, ist immerhin für 2 von 3 Unternehmern ein wichtiges Kriterium.

Welche Informationen und Funktionen muss aus Sicht der Einkäufer ein guter Online-Shop im B2B-Geschäft bieten? Die entscheidenden Informationen müssen produktbezogen sein: Preis (81 %), Verfügbarkeit (80 %) und Lieferzeit (70 %) stellen dabei die Hauptkriterien dar. Dasselbe gilt für die vertrieblichen Shop-Funktionalitäten: Hier stehen für 74 % eine ausgefeilte Suchfunktion und für 68 % die Anzeige kundenindividueller Preise im Vordergrund.

Der Vergleich, der von den Nutzern (Einkäufern) erwarteten und von den Händlern (Unternehmen / Verkäufern) angebotenen Informationen in den B2B-Online-Shops, zeigt krasse Unterschiede. So wünschen sich 85 % der Einkäufer eine Preisübersicht und 55 % die zu erwartete Lieferzeit. Geboten werden aber diese beiden Punkte meist in einem weit geringerem Ausmaß. Online-Shops im B2B-Geschäft zeigen heute auch, dass eine Angabe der PO-Nummer (Purchase Order) nur von 34 % der Shop-Anbieter unterstützt wird sowie auch nur 35 % eine Rechnungs- und Bestellhistorie anbieten.

 

Mystery-Shopping-Studie 2018 erschienen

Veröffentlicht: 05. Oktober 2018

Der deutsche E-Commerce-Markt ist hart umkämpft. Die Eintrittsbarrieren sind gering und der Handel von morgen wird immer schneller, flexibler und individueller. „Vorzeige-Shops“, sogenannte Best Practices, die gestern noch aktuell waren, sind heute bereits veraltet. Wie schon im vergangenen Jahr haben wir auch 2018 eine umfangreiche Studie zum Thema Online-Shopping im deutschen E‑Commerce durchgeführt und dazu 125 Testkäufe getätigt. Erfahren Sie hier mehr.

 

B2B-Social-Media: So nutzen Sie soziale Netzwerke im B2B-Bereich

Die sozialen Medien gewinnen mit ihren stetig steigenden User-Zahlen im B2B-Bereich an Bedeutung. Laut einer Studie von Google informieren sich bereits 71 % der B2B-Kundschaft über das Internet und nutzen die Social-Media-Kanäle.

B2B-Social-Media-Marketing

Die Social-Media-Plattformen ermöglichen eine persönlichere Beziehung zwischen Kunden und Unternehmen. Der zuvor einseitige Informationsfluss wird durch einen wechselseitigen abgelöst. Sie können Ihren potenziellen Kunden auf Augenhöhe begegnen, einen persönlichen Kontakt herstellen und Kundenbedürfnisse erfahren. Das transparente Auftreten in einer offenen Kommunikation schafft Vertrauen.

Planen Sie die Umsetzung der B2B-Social-Media-Nutzung für Ihr Unternehmen ganzheitlich. Zu Beginn sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Ist Social-Media für das Unternehmen relevant?
  • Welche Kanäle sollen genutzt werden? Auf welchen Kanälen finden Sie Ihre Wettbewerber?
  • Welche Inhalte sollen dem Zielpublikum bereitgestellt werden?
  • Wer moderiert den Dialog mit den Kunden?
  • Wie viel Zeit und Geld sind für die Umsetzung der Social-Media-Kanäle nötig?

Die Verwendung von Social-Media-Plattformen im Bereich des B2B-Marketing eröffnet Ihnen folgende Vorteile und Möglichkeiten:

  • Suchmaschinenoptimierung
    Die sozialen Netzwerke haben im Bereich der Suchmaschinenoptimierung einen neuen Begriff geprägt: die Social-Signals. Diese Signale bringen die Einheiten „Shares“, „Likes“ und „Kommentare“ zusammen.
  • Support
    Durch den direkten Kundenkontakt können Sie auf Nachfragen umgehend reagieren. Social-Media-Plattformen bieten (meist) Ticketing-Tools an, über die Sie Produkt- oder Serviceanfragen professionell bearbeiten können.
  • Dialog
    Verschiedene Geschäftsabwicklungen können Sie ebenfalls über die Nachrichtenfunktionen in sozialen Medien vornehmen.
  • Reputation
    Durch Ihre Reputation schaffen Sie eine gefestigte Vertrauensbasis zu Ihren Kunden. Gerade ein guter Ruf beeinflusst wesentlich die Kaufentscheidungen der potenziellen Kunden und bindet diese längerfristig an Ihr Unternehmen.
  • Social-Recruiting
    Der Fachkräftemangel ist allgemein ein großes Thema. Auf verschiedenen Social-Media-Plattformen können Sie das Social-Recruiting für sich nutzen. Hier können Sie Ihre Stellenanzeigen für ein breites Publikum platzieren.
  • Ideengenerierung
    Durch den regen Austausch in den sozialen Medien können Sie eine passive Leserrolle einnehmen und sich mit den Kommentaren und Meinungen Ihrer Kunden auseinandersetzen.

Erfolgreiche Unternehmens-Website: Das ist wichtig

Ohne Homepage kein Geschäftserfolg. Betriebe, die sich online gut präsentieren steigern Ihre Chance auf Kunden.  Doch wie baut man eine Firmenwebsite richtig auf und was macht eine gute Website aus? 

Auf der Suche nach einem passenden Handwerker informieren sich viele Kunden zunächst im Internet. Betriebe, die sich online gut präsentieren steigern ihre Chance auf Kunden. Tipps und Tricks, wie man die Unternehmens-Website erfolgreich macht:

Die eigene Website ist der wichtigste Baustein für Unternehmen im Online-Marketing. Zusammen mit Social-Media-Kanälen wie Facebook, Xing und LinkedIn bildet sie den Firmenauftritt im Internet. Die Firma online optimal zu präsentieren ist enorm wichtig. Denn auf der Suche nach dem passenden Anbieter informieren sich viele Kunden zunächst im Internet über das jeweilige Angebot.

Allerdings scheint es nicht gerade zu den Stärken von KMUs wie  IT-Dienstleistern oder Handwerkern zu gehören, sich mit ihrer Website gut zu präsentieren

Betriebe  sollten auch online eine persönliche Note zeigen, um bei der Vielzahl an Anbietern besonders für Neukunden attraktiv zu sein. Gerade für sie hat eine Website, die über die Leistungen und aktuelle Neuigkeiten ausreichend informiert, eine positive Auswirkung auf die Wahl des passenden Betriebs. Wie bekommt man mehr Individualität in den eigenen Internetauftritt?

Es gibt viele Wege, mehr Individualität in den eigenen Internetauftritt zu bringen, die auch für kleinere Betriebe umsetzbar sind. Welche Inhalte, die Persönlichkeit des Unternehmens widerspiegeln sind beispielsweise:

  • ein Portrait des Inhabers oder Geschäftsführer
  • Bilder und Steckbriefe der Mitarbeiter
  • Dankesschreiben von Kunden
  • eine News-Rubrik mit Situationen und Fotos aus dem Betriebsalltag

Zudem kommen treue Kunden öfter, wenn Sie sich besonders um sie kümmern. Ihre Web­site ist ein sehr gutes Instrument, um durch Kommunikation und Betreuung Stammkunden zu halten und Neukunden zu Stammkunden zu machen.

Wen Google nicht findet, der hat Pech gehabt. Deshalb ist Suchmaschinenmarketing wichtiger denn je. Machen Sie jetzt bei unserer Umfrage mit und klicken Sie hier.

Kaffeekochen, Steno schreiben und  Briefe tippen,  im feschen Kostümchen auf hochhackigen Pumps, mit Hochsteckfrisur noch schnell den Brief vom Band tippen und nebenbei noch einen heißen Kaffee servieren.

Das ist der Mythos, den vielen Sekretärinnen noch anhaftet. Ok, die hochhackigen Pumps sind nie aus der Mode gekommen, eine nette Frisur hat bisher auch nicht geschadet und die gepflegten Hände gehören einfach dazu. Aber Briefe tippen? Kaffee kochen? Telefonate verbinden? Ist das alles, was den Beruf der Sekretärin ausmacht? Sicher nicht.

“Sekretärinnen” sind rar geworden. Management-Assistentinnen und Office Manager erobern die Chefetagen.  Sie sitzt zwangsläufig im Zentrum der Macht. Sie weiß über die vertraulichen Dinge im Unternehmen Bescheid und trägt dabei jede Menge Verantwortung. Und die Aufgaben bzw. Verantwortungen wachsen täglich. Neben dem klassischen Büromanagement im Office sind im Laufe der Zeit immer mehr Aufgaben hinzugekommen. In mehreren Fremdsprachen mit Kunden und Geschäftspartnern korrespondieren,  Reden schreiben, Besprechungen, Konferenzen, Tagungen, Events und Messen organisieren und koordinieren, den Chef durch die Termine führen, Aufgaben verwalten  und das Team über Projekte auf dem Laufenden halten, Seelentröster  – das sind einige der verantwortungsvollen Aufgaben einer heutigen Sekretärin/Assistentin.  Weiterlesen

 

Marketing- und Sales-Automation ist einer der großen neuen Trends im Verkauf. Aber was bedeutet das konkret und im Speziellen für den Vertrieb? Das Wort „Automation“ drückt es ja schon aus: viele Prozesse werden  automatisiert. Wenn wir eine Homepage besuchen, werden wir mit sogenannten „Call-To-Action-Buttons“ dazu motiviert uns mehr Infos,  wie Checklisten oder technische Details, herunterzuladen. Dafür geben wir unsere E-Mail Adresse her. Es folgen zeitlich aufeinander abgestimmte E-Mails an den Interessenten. Alles personalisiert und auf den Interessenten zugeschnitten.

Erst kürzlich habe ich mir eine Checkliste von einem Telefon-Anbieter heruntergeladen. Sofort erhielt ich ein „Danke-E-Mail“. Gut getextet und professionell. Eine Stunden später kam ein E-Mail mit folgendem Text:

“Mit unserem kostenlosen Newsletter informieren wir Sie 1x monatlich zu Tipps & Trends rund um die erfolgreiche Kundenkommunikation im Smartphone-Zeitalter. Über 3.000 E-Mail-Abonnenten vertrauen uns bereits. Sehr gerne möchte ich auch Sie dazu einladen! “

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